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Meilenweit niemand' zu sehen.

Ich sitze am Straßenrand, es ist ungefähr drei Uhr morgens und meine Gedanken spielen Achterbahn. Schaue in die Ferne, meilenweit kein einziger Mensch zu sehen, keine Autos - alles still. Ich setze meine Maske ab und mir wird sofort, nachdem ich die Maske abgelegt, klar das ich zittere. Meine Augen füllen sich mit kalten, aber doch irgendwie klaren Tränen. Beginne an zu weinen, meine Augen sind rot angelaufen und mir fällt es schwer zu atmen. Noch immer sehe ich meilenweit niemanden, wirklich niemanden. Das ist gut, gut für mich. Denn sollte jemand kommen, so müsste ich meine Maske, meine Fassade, mein falsches Lächeln wieder aufsetzen. Ich sitze da, weine mich in meine Vergangenheit und beginne an mir Pläne zu machen. Einen Plan für Selbstmord, einen Plan zum abhauen oder vielleicht einfach einen Plan, in dem ich schreibe, das ich versuche dieses Leben nach fünfzehn Jahren wieder auf die Reihe zu bekommen. Doch das fällt mir schwer, denn all' die Jahre habe ich das nie hinbekommen. Jedes Jahr träume ich und spreche: "Das neue Jahr, wird mein Jahr!". Aber nie hat das funktioniert, nein. Von Tag zu Tag wurde alles schlimmer. Die Narben größer, tiefer. Die Schmerzen heftiger, schlimmer, schmerzhafter und die Probleme haben sich immer mehr gehäuft. Ich habe versucht zu kämpfen, stark zu bleiben und dieses Leben weiterhin zu führen. Im positiven Sinne. Aber ich habe es nicht geschafft, keinen einzigen Tag habe ich einmal an etwas positives gedacht. Daran gedacht, dass es eines Tages besser wird, ich glücklich werde. Aber ich selbst sehe für dieses Leben keine Zukunft, keinen Halt, keine Hoffnung und keine Gedanken mehr. Jede Nacht muss ich mich in den Schlaf weinen, mir neue Wunden hinzufügen und ich muss jede Nacht versuchen mir nicht das Leben zu nehmen. Ich muss versuchen, den nächsten Tag zu überstehen und nie andere wissen zu lassen, dass es mir nicht gut geht. Denn jeder Mensch, der sich Freund nennt, meint mich zu kennen. Alle denken mir geht es gut. Und jeder denkt nur negativ von mir. Denn für viele bin ich nichts besonderes, nicht deren Teil des Lebens und für viele bin ich nur gut genug, wenn sie allein' stehen.

19.12.15 17:43, kommentieren